Unter der Erde
Wie sieht es unter der Erde aus? Mit dieser Frage beschäftigten sich Kinder der Schule am Wall und der Unterneustädter Schule im Rahmen eines Theaterprojekts, das am 08. März auf der Bühne in der UK14 zur Aufführung kam. Die erfolgreiche Premiere des Projektes, unter der künstlerischen Leitung von Benjamin Porps und der Mitarbeit von Aurora Magri (Tanz), Christine Weghoff (Musik), Luzia Gossmann (Bühne) sowie Maria Rehborn (Produktionsleitung), wurde von 120 Gästen besucht.
„Unter der Erde“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen Spielort e.V., der Schule am Wall, der Unterneustädter Schule und der WELL being Stiftung.
Im Folgenden die Rezension aus der HNA vom 10.03.2026
Reise in die Unterwelt
Grundschulkinder erarbeiteten unter Profianleitung das Theaterstück „Unter der Erde“
Wie sieht es unter der Erde aus? Grundschulkinder der Schule am Wall und der Unterneustädter Schule erkundeten das in einem gemeinsamen Stück. © Foto: Pia Malmus
Kassel – Was verbirgt sich eigentlich unter dem Asphalt unserer Stadt? Dieser Frage gingen Kinder der Schule am Wall und der Unterneustädter Schule gemeinsam auf den Grund. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit feierte am Wochenende im Schultheaterzentrum Kassel in der UK 14 Premiere. Unter der Projektleitung von Benjamin Porps und unterstützt von einem Team erfahrener Theaterprofis – Christine Weghoff, Luzia Gossmann und Aurora Magri – erschufen die Grundschüler in den vergangenen Wochen eine ganz eigene Vision der Unterwelt.
Rund 120 Gäste, vor allem die Familien der kleinen Akteure, füllten den abgedunkelten Theatersaal, um das selbst produzierte Stück „Unter der Erde“ zu erleben. Nach einem herzlichen Willkommen durch Benjamin Porps und Maria Rehborn übernahmen die Kinder das Kommando.
Ganz in Schwarz gekleidet und mit leuchtend gelben Helmen ausgerüstet, wiesen sie als kleine Forscher dem Publikum den Weg in den Saal. Durch den gezielten Einsatz von Schwarzlicht entstanden dort leuchtende Girlanden und strahlende Aufsteller, die eine geheimnisvolle, höhlenartige Bühnenatmosphäre schufen.
Die rund 30-minütige Inszenierung begann mit einer Entdeckungsreise: Mit Taschenlampen in den Händen erkundeten die Kinder die dunkle Bühne und leuchteten in verborgene Winkel.
Doch die Forscher blieben nicht allein. Im Laufe des Stücks verwandelten sich die Schüler in verschiedene Lebewesen, die tief unter der Erde zu Hause sind. Krabbelnde Ameisen und bedächtige Schnecken bevölkerten plötzlich den Raum und machten die unsichtbare Natur unter unseren Füßen sichtbar. Zum dramatischen Finale wurde es nass: Eine blau beleuchtete Folie simulierte fließendes Wasser und bildete die Kulisse für einen großen Konflikt. In einem Kampf zwischen den Tieren und Piraten behielten die Erdbewohner schließlich die Oberhand.
Als das Licht im Saal wieder anging, blickte man in glückliche Gesichter. Im Applaus der Eltern spiegelte sich der Stolz der jungen Darsteller wider, bevor alle gemeinsam nach diesem Ausflug in die Tiefe zurück ans Tageslicht kehrten.ALEXANDRA LAUER
Quellenangabe: Hessische Allgemeine (Kassel-Mitte) vom 10.03.2026, Seite 39
